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Hilfe / FAQ

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Hilfe und Antworten auf häufig gestellte Fragen:

Wer ist die Creditreform Boniversum GmbH?

Die Creditreform Boniversum GmbH (Boniversum) mit Sitz in Neuss ist ein Tochterunternehmen der Creditreform AG. Boniversum ist eine Auskunftei, die Daten und Zahlungserfahrungen zu Privatpersonen speichert und diese an ihre Vertragsunternehmen zum Zweck der Bonitätsprüfung weiter gibt. Boniversum gibt es bereits seit 1997.

Was ist BONIGO?

BONIGO ist unser Service für Privatpersonen. Auf www.bonigo.de dreht sich alles um die Selbstauskunft und die eigene Bonität. Hier können Sie Ihre einmal im Jahr kostenlose Selbstauskunft bestellen.


Was ist eine Selbstauskunft?

In einer Selbstauskunft sind alle Informationen über Sie aufgeführt, die eine Auskunftei über Sie gespeichert hat. Die Auskunft enthält Identifikationsdaten wie Name, Anschrift, Geburtsdatum und frühere Anschriften, Daten aus amtlich-öffentlichen Quellen (z. B. Gerichtsdaten) sowie Hinweise zu Ihrem Zahlungsverhalten. Außerdem enthält die Auskunft einen sogenannten Scorewert, der Auskunft über Ihr zukünftiges Zahlungsverhalten gibt.

 

Was ist eine Bonitätsprüfung und warum wird sie durchgeführt?

Immer mehr deutsche Verbraucher bestellen Waren oder Dienstleistungen im Internet. Beim Online-Kauf findet in der Regel zwischen Ihnen und den Online-Shops kein persönlicher Kontakt statt. So wie Sie sicher sein wollen, dass Sie Ihre Ware erhalten, wollen die Händler sicher sein, dass sie ihr Geld bekommen. Deshalb überprüfen die Händler vor oder während eines Bestellvorgangs Ihre Bonität bei einer Auskunftei. Auch bei Anfragen bezüglich Krediten, Versicherungen o. ä. werden in der Regel Bonitätsprüfungen durchgeführt.

 

Wie erhalte ich eine Selbstauskunft bei Boniversum?

Auf www.bonigo.de können Sie Ihre Selbstauskunft ganz einfach online bestellen. Legen Sie die kostenlose Selbstauskunft einfach in den Warenkorb. Anschließend werden Sie durch den Bestellprozess geleitet. Die Auskunft wird Ihnen dann per Post zugestellt.

Die einmal im Jahr kostenlose Selbstauskunft können Sie auch auf folgenden Wegen bestellen:

persönliche Abholung in unseren Geschäftsräumen: Sie können ohne Termin zu unseren Servicezeiten (Mo bis Fr von 8.00 bis 16.00 Uhr, außer an gesetzlichen Feiertagen in NRW) persönlich bei uns vorbeikommen und Ihre Selbstauskunft abholen. Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis oder Ihren Reisepass mit der aktuellen Meldebescheinigung mit.

per E-Mail: service@bonigo.de

per Fax:  02131–36845-570                     

per Post an: Creditreform Boniversum GmbH, BONIGO Kundenservice, Hellersbergstr. 11, 41460 Neuss

 

 
Wie hoch sind die Versandkosten?

Einmal im Jahr ist Ihre Selbstauskunft kostenlos. Versandkosten fallen nicht an.

Warum können Sie mir meine Selbstauskunft nicht per E-Mail schicken oder telefonisch erteilen?

Aus Datenschutzgründen ist nach § 34 (6) Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) die Weitergabe personenbezogener Daten am Telefon oder per E-Mail nicht gestattet, da wir Sie nicht eindeutig identifizieren können.

 

Habe ich Nachteile, wenn ich eine Selbstauskunft einhole?

Nein, selbstverständlich haben Sie dadurch keine Nachteile. Im Gegenteil, wir empfehlen Ihnen, sich Ihre Selbstauskunft regelmäßig einzuholen. Denn wer kann Ihre Daten besser überprüfen als Sie?

 

Kann jemand in meinem Auftrag meine Selbstauskunft einholen?

Ihre Selbstauskunft erteilen wir grundsätzlich nur direkt an Sie persönlich. Nur in folgenden Ausnahmen ist eine Erteilung an Dritte möglich:

• Bei rechtsgültigen Vollmachten, in denen Sie ein Familienmitglied oder eine andere Person oder eine Institution (Rechtsbeistand, Schuldnerberatung etc.) durch eigenhändige Unterschrift berechtigen, Ihre Selbstauskunft entgegenzunehmen bzw. einzusehen.

• Ein amtlich bestellter Betreuer kann im Auftrag nicht voll geschäftsfähiger Personen eine Selbstauskunft über die jeweilige Person einholen. Dazu muss der Betreuer sich zuvor schriftlich als berechtigt ausgewiesen haben.

 

Was ist ein „berechtigtes Interesse“?

Das berechtigte Interesse ist die Grundvoraussetzung für uns, einem Unternehmen eine Auskunft über eine Privatperson zu erteilen. Das Vorliegen des „berechtigten Interesses“ ist vom Gesetzgeber gefordert und im § 29 (2) Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) festgehalten. Das berechtigte Interesse eines Unternehmens an einer Auskunft über eine Privatperson liegt in folgenden Fällen vor:

Geschäftsanbahnung: Dazu zählen beispielsweise der Vorgang einer Online-Bestellung, das Einholen eines (Kredit-/Versicherungs-)Angebotes oder die Bestellung bei einem Versandhändler. Wenn die Aufnahme einer Geschäftsverbindung konkret beabsichtigt ist oder bevorsteht, handelt es sich um eine Geschäftsanbahnung. Also immer, wenn Sie das konkrete Interesse am Abschluss eines Vertrages signalisiert haben.

Laufende Geschäftsverbindung: Auch während einer laufenden Geschäftsverbindung, kann ein berechtigtes Interesse an einer Auskunft vorliegen – so zum Beispiel bei laufenden Mobilfunk- oder Versicherungsverträgen. Beispielsweise dann, wenn Hinweise bekannt werden, die auf eine Veränderung Ihrer wirtschaftlichen Situation hindeuten oder wenn der Umfang der bestehenden Geschäftsverbindung ausgeweitet oder Zahlungskonditionen verändert werden sollen.


 

Kann jeder meine Daten bei Boniversum abfragen?

Nein, nur die Unternehmen, die mit uns einen Vertrag zur Bonitätsprüfung abgeschlossen haben, erhalten von uns Informationen zu Ihrer Bonität. Außerdem haben diese Unternehmen sich vertraglich zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen verpflichtet. Zusätzlich müssen sie uns das berechtigte Interesse an jeder Auskunft vorlegen.

 

Wie ist eine Datenspeicherung bei Boniversum ohne meine Einwilligung überhaupt möglich?

Eine Datenspeicherung ohne Ihre Einwilligung (gem. § 29 (1) BDSG) ist in zwei Fällen möglich:

• Wenn die Daten amtlich-öffentlichen Quellen entnommen sind wie z. B. dem Handelsregister (Hinweise auf leitende Position und/oder Firmenbeteiligung), den Schuldnerlisten der Amtsgerichte (Haftanordnungen, Eidesstattliche Versicherung, Nichtabgabe der Vermögensauskunft, Gläubigerbefriedigung ausgeschlossen oder nach einem Monat nicht nachgewiesen), Auswertungen der statistischen Landes- und Bundesämter oder branchenspezifischer Untersuchungen, oder

• wenn das berechtigte Interesse des Anfragenden an der Kenntnis Ihrer Daten als schwerwiegender zu bewerten ist als Ihr schutzwürdiges Interesse am Ausschluss der Datenübermittlung. Im Waren- und Dienstleistungsverkehr trifft dies regelmäßig bei Hinweisen auf nicht vertragsgemäßes Zahlungsverhalten zu (gemäß § 28a BDSG).

In allen anderen Fällen werden Ihre Daten nur dann bei uns gespeichert, wenn Sie dieser Datenübermittlung zuvor schriftlich mit einer Einwilligungsklausel zugestimmt haben bzw. wenn Sie vorab über die Übermittlung der Daten (Informationsklausel) informiert wurden.

 

Kann ich die Weitergabe meiner Daten untersagen?

Nicht grundsätzlich. Sofern die Daten den gesetzlichen Voraussetzungen entsprechen (siehe nachfolgende Frage) wird kein Einverständnis zur Speicherung Ihrer Daten und deren Übermittlung an unseren Kunden benötigt.

 

Wann werden meine Daten wieder gelöscht?

Es gibt je nach Art der Daten verschiedene Löschfristen:

• Eine Löschung nach dem Ablauf von 3 Jahren erfolgt bei Gerichtsdaten (Haftanordnungen, Eidesstattliche Versicherung, Nichtabgabe der Vermögensauskunft, Gläubigerbefriedigung ausgeschlossen oder nach einem Monat nicht nachgewiesen). Eine vorzeitige Löschung dieser Daten kann bei Boniversum beantragt werden, wenn zunächst die vorzeitige Löschung aus dem Schuldnerverzeichnis beantragt wurde und die amtsgerichtliche Löschurkunde vorgelegt wird.

• Abgeschlossene (gerichtliche und/oder kaufmännische) Inkassodaten, Kontodaten und Bonitätsanfragen von Unternehmen werden am Ende des 3. Kalenderjahres, beginnend mit dem Kalenderjahr, das der Speicherung des Aktenabschlusses folgt, gelöscht (Beispiel: Das Inkassoverfahren wird abgeschlossen am 02.04.2014 und wird gelöscht am 31.12.2017).

 • Abgeschlossene Insolvenzverfahren bleiben bis zum Ablauf des dritten Kalenderjahres gespeichert.

• Nach maximal 30 Jahren werden gerichtlich titulierte und noch offen stehende Forderungen gelöscht. In Einzelfällen kann eine längere Speicherung erforderlich sein.

 

Was muss ich tun, um falsche Daten löschen zu lassen?

Ein Rechtsanspruch auf sofortige, vorzeitige Löschung außerhalb der aufgeführten Fristen besteht lediglich in den Fällen,  in denen Daten falsch oder unberechtigt gespeichert sind (§ 35 BDSG). Dann können Sie sich gerne mit Ihrer schriftlichen Reklamation und einer Begründung an uns wenden. Die pauschale Vermutung, die Daten seien nicht zutreffend, reicht für eine Datenlöschung bzw. -sperrung nicht aus. Die Reklamationen werden von uns in Abstimmung mit unseren Datenlieferanten überprüft, denn die Löschung der unrichtigen Daten kann ausschließlich durch den jeweiligen Datenlieferanten erfolgen. Über den Ausgang der Prüfung und die ggf. erfolgte Löschung bzw. Korrektur werden Sie dann schriftlich von uns informiert.

Wie kann es sein, dass Boniversum Daten über mich gespeichert hat, aber eine andere Auskunftei nicht?

Es gibt in Deutschland mehrere Auskunfteien, die mit unterschiedlichen Datenlieferanten zusammenarbeiten. So liefern zum Beispiel auch die Unternehmenskunden der Auskunfteien ihre eigenen Zahlungserfahrungen ein, sodass sich die Datengrundlagen der einzelnen Auskunfteien unterscheiden können.

 

Kann ich bei Boniversum auch eine Schufa-Auskunft bekommen?

Nein, bei Boniversum bekommen Sie Ihre BONIGO-Selbstauskunft. Auskunfteien sind private Wirtschaftsunternehmen, die eigenständig und unabhängig arbeiten. Keine Auskunftei hat eine staatliche Monopolstellung oder einen behördlichen Status – auch nicht die Schufa.

 

Meine Kreditanfrage wurde abgelehnt – Kann Boniversum helfen?

Leider nicht. Wir stellen den Unternehmen bzw. Banken lediglich Informationen über Ihr bisheriges Zahlungsverhalten zur Verfügung. Auf die unternehmerischen Entscheidungen, z. B. über einen Kreditvertrag, haben wir keinen Einfluss. Unsere Kunden nehmen die Auswertung und Gewichtung der Daten sowie die Entscheidung über die Geschäftsverbindung mit ihren Endkunden nach eigenem Ermessen vor. Deshalb müssen Sie Ablehnungsbescheide bzw. eingeschränkte Liefer- oder Zahlungskonditionen, die Ihrer Meinung nach nicht gerechtfertigt sind, direkt bei dem betreffenden Unternehmen reklamieren.

 

Wozu dient ein Wahrscheinlichkeitswert (Score)?

Der Wahrscheinlichkeitswert wird durch ein sogenanntes Scoring-Verfahren ermittelt. Dieser Wert stellt eine Prognose dar, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Zahlungsverpflichtung erfüllt bzw. ein Kredit pünktlich zurückgezahlt wird. Zur Berechnung werden wissenschaftlich anerkannte mathematisch-statistische Verfahren eingesetzt. Einbezogen werden dazu Daten zur Person (Alter und Geschlecht) sowie Adressdaten. Der Wahrscheinlichkeitswert unterstützt unsere Kunden bei einer objektiven (Waren-) Kreditentscheidung. Dabei sollen im Interesse einer verantwortungs-vollen Kreditvergabe sowohl Ihre persönliche Situation wie auch die wirtschaftlichen Interessen unserer Kunden angemessen beachtet werden. Die Vorteile des Einsatzes eines Wahrscheinlichkeitswertes sind:

• Sie können auch Bestellungen mit höherem Wert bequem mit Rechnung oder Lastschrift bezahlen.

• Es findet eine objektive Entscheidung statt.

Ein Wahrscheinlichkeitswert wird bei jeder Anfrage neu berechnet und wird nicht als Teil Ihrer Daten gespeichert. Damit gewährleisten wir, dass aktuelle Veränderungen automatisch berücksichtigt werden. Den Wahrscheinlichkeitswert übermitteln wir im Moment der Anfrage an das Unterneh- men, bei dem Sie bestellen. Unser Kunde entscheidet dann nach seinen eigenen Kriterien, wie er die Information verwertet, z. B. welche Zahlungs-arten Ihnen bei einer Bestellung angeboten werden.

 

Wieso kann mein Wahrscheinlichkeitswert (Score) nicht individuell angepasst werden?

Bei einer konkreten Anfrage wird genau zum Zeitpunkt dieser Anfrage ein Wert berechnet. Dieser Wert berücksichtigt die Informationen, die genau dann vorliegen. Eine Abfrage zu einem anderen Zeitpunkt kann einen anderen Wahrscheinlichkeitswert erzeugen. Der Wahrscheinlichkeitswert ist kein gespeicherter Wert, der überschrieben oder gelöscht werden kann.

 

Was kann ich tun, um meinen Wahrscheinlichkeitswert (Score) zu verbessern?

Wenn keine konkreten negativen Zahlungsinformationen zu Ihnen bekannt sind, befindet sich Ihr Score-Wert in der Regel in einem Bereich, der nicht verbessert werden kann. Liegen konkrete negative Informationen zu Ihnen vor, dann verbessert sich Ihr Wahrscheinlichkeitswert in der Regel bei der Löschung dieser Informationen, d. h. bei Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen Speicher- und Löschfristen.


Was bedeutet das Schreiben mit dem Betreff „Ihre Daten wurden zum Zweck der Bonitätsprüfung übermittelt“, das ich von Boniversum erhalten habe?

Es gibt Fälle, in denen zur Datenspeicherung keine vorherige Einwilligung oder Information notwendig ist. Werden diese Daten erstmalig von uns an Dritte weitergegeben, sind wir gesetzlich verpflichtet, Sie darüber zu informieren – sofern Sie nicht schon auf anderem Wege auf die Datenspeicherung aufmerksam gemacht wurden (§ 33 (2) Nr.1 BDSG).

Die entsprechende Benachrichtigung erhalten Sie per Brief. Darin informieren wir Sie einmalig darüber, dass Daten über Sie bei uns gespeichert sind und abgerufen wurden. Wenn Sie wissen möchten, welche Daten wir über Sie gespeichert haben, können Sie sich gerne Ihre Selbstauskunft über www.bonigo.de bestellen. Einmal im Jahr ist diese Auskunft für Sie kostenlos.

 

Sie haben Fragen, die hier nicht beantwortet wurden?

Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an service@bonigo.de
oder rufen Sie unsere kostenlose Servicenummer an: 02131 36845-560
Unsere Telefon-Servicezeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr.